Antrag auf bessere Tierheimfinanzierung beschlossen !!!

Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 29. Juni 2017 den von mir initiierten Antrag auf eine bessere Tierheimfinanzierung beschlossen. Ab 2018 zahlt Lorsch 0,30 € pro Einwohner an das Tierheim Heppenheim für die Aufnahme, Unterbringung und Pflege der Fundtiere. In einem weiteren Schritt wurde der Bürgermeister beaufragt entsprechende Finanzierungsinitiativen bei anderen Kommunen im Zuständigkeitsbereich des Tierheims zu unterstützen bzw. zu ergreifen.

Peinlich war wieder einmal der Auftritt der SPD und ihrer Sprecherin Hemmerle-Neber, die von einem „freiwilligen“ Zuschuss der Stadt Lorsch sprach und wieder den „Basar“ über die Tierheimfinanzierung der Kommunen eröffnen wollte und den „freiwilligen“ Zuschuss auf 4.000 € pauschal erhöhen wollte, da ihrer Meinung nach eine einwohnerbezogene Finanzierung zuviel Verwaltungsaufwand bedeuten würde. Peinlich daran ist, dass die SPD-Sprecherin offenbar bis heute nicht verstanden hat, dass es eine gesetzliche Aufgabe der Kommune ist, Fundtiere unterzubringen und sie sich i.d.R. dafür der Arbeit der Tierheime bedienen; mithin also hier keinen „freiwilligen“ Zuschuss leisten, sondern eine ihnen obliegende Aufgabe finanzieren.

Noch peinlicher das Argument des erhöhten Verwaltungsaufwands; war es doch jahrelang eine (richtige) SPD-Forderung z.B. die Frauenhäuser nach einem einwohnerbezogenen Schlüssel durch die Kommunen zu finanzieren. Auch hat die SPD-Sprecherin offenbar nicht verstanden, dass es um eine kreisweite Initiative der einwohnebezogenen Finanzierung geht und nicht darum, dass jede Kommune zahlt was ihr gerade einfällt und somit die Vertreter des Tierheims wieder zu Bittstellern macht.

Diesem Änderungsantrag stimmte nur die „Appendix“-Fraktion Jakob/Schmitt zu, die inhaltlich zu dem Thema gar nichts zu sagen hatte, die Fraktionen von GRÜNE, CDU, PWL und FDP lehnten den Antrag folgerichtig ab.

Letztlich wurde sodann der Antrag zur besseren Tierheimfinanzierung einstimmig beschlossen.