Interkommunale Zusammenarbeit als Grundstein des Erfolgs – Landtagsabgeordnete Eva Goldbach zu Besuch bei der „Zukunftsoffensive Überwald GmbH“ !!

Das interkommunale Zusammenarbeit in vielen Fällen eine Erfolgsgeschichte werden kann, bewahrheitete sich bei dem Besuch der Landtagsabgeordneten Eva Goldbach (Bündnis `90/DIE GRÜNEN) bei der „Zukunftsoffensive Überwald GmbH (ZKÜ)“ in Wald-Michelbach. Begleitet wurde sie von dem Kreisvorstandssprecher Matthias Schimpf, dem Bundestagsdirektkandidaten Moritz Müller und Alexander Berndt (GLB).

Empfangen wurden sie von Bürgermeister Dr. Weber und dem Geschäftsfüher der „ZKÜ“ Sebastian Schröder; dieser stellte die Entstehungsgeschichte der „ZKÜ“ dar und ging dabei auch auf die Liegenschaft und die Geschichte der „IGENA“ ein, die die Flächen von der insolventen „Coronet“ erworben und zu einem Gewerbepark entwickelt hat, in dem auch die ZKÜ beheimatet ist.

Die  „Zukunftsoffensive Überwald GmbH“ mit den drei Gesellschaftern Wald-Michelbach, Grasellenbach und Abtsteinach widmet sich interkommunal den Themenfeldern „Tourismus, Gründerzentrum und Wirtschaftsservice“.

Sebastian Schröder sieht im Bereich Tourismus die Hauptaufgabe der „ZKÜ“ darin,  eine Verbesserung der wirtschaftlichen und touristischen Struktur im Wirtschaftsraum Überwald zu organisieren und (auch) dadurch bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Grundlage dafür   stellt die touristische Vermarktung der Angebote der Region einerseits und eine Attraktivitätssteigerung durch Schaffung weitere Angebote andererseits dar. Die Palette reicht hier von Beratung und Beantragung neuer Projekte wie aktuell des „Geozentrums Tromm“ bis hin zur Erstellung und Aktualisierung von Themenbroschüren und der  Koordination von Arrangements und Angeboten für  Besucher der Region.

Zur „Solardraisine“ und deren touristischen Wert waren sich die Teilnehmer der Gesprächrunde einig, dass diese einen nicht unerheblichen Mehrwert für die Region und die beteiligten Kommunen darstellt, es allerdings noch mehr gelingen müsse, dass die Gastronomie die sich bietenden Potentiale noch mehr zu Nutzen macht, hier kann die Politik versuchen günstige Rahmenbedingen  zu schaffen. Nicht ohne Stolz berichtete der Geschäftsführer, dass die Zahl der Übernachtungen kontinuierlich ansteigt und es nach und nach gelingt wieder mehr Übernachtungsgäste für die Region zu gewinnen.

Das „virtuelle“ Gründerzentrum  der „ZKÜ“ bietet eine Vielzahl von Angeboten für Existenzgründer an, neben einer begleitenden Gründerberatung u.a. mit Informationen  zu Fördermitteln, Hilfe bei der Standortsuche und dem Gründungsvorgang, bietet das Gründerzentrum auch  Unterstützung bei der Anfertigung von Businessplänen, Hilfe und Wegweisung bei Behördenkontakten sowie  Workshops und Seminare an. Durch diese Aktivitäten schafft das Gründerzentrum ein gründerfreundliches Umfeld, wie u.a. die Belegung der IGENA-Immobilien eindrucksvoll bestätigt.

Der Wirtschaftsservice  der „ZKÜ“ betreibt neben einer Bestandspflege zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes , auch City Management (u.a. Projekte „Aktive Kernbereiche“). Beratungen zur Unternehmensnachfolge, Sichtung von Gewerbeimmobilien , sowie  Unterstützung bei der Suche nach Geschäfts-, Kooperations- oder Netzwerkpartnern runden das Angebot des „Wirtschaftsservice“ ab.

Gerade vor dem Hintergrund der  mit zwei Stellen sehr schlanken Personalstruktur zeigte sich Eva Goldbach beindruckt von der Leistung und Vielfalt der Angebote der „ZKÜ“, merkte aber auch an, dass im ländlichen Raum noch einige Themen abzuarbeiten seien; insbesondere im Bereich der ärztlichen Versorgung seien neue und innovative Modelle, wie etwa mobile Facharztpraxen oder der Einsatz von qualifizierten „Arzthelferinnen“ bei Hausbesuchen notwendig. Die Möglichkeit, dass angehende Mediziner schon während des Studiums die Möglichkeit haben in der Praxis die Arbeit und Organisation einer „Praxis für Allgemeinmedizin“ im ländlichen Raum zu erlernen, sei ebenfalls ein wichtiger und richtiger Schritt.

Auch im Bereich des ÖPNV darf die Forderung nach einer Anbindung „an die Schiene“ nicht aufgegeben werden werden, auch wenn dies ein langfristiges Ziel sei machten Eva Goldbach und Moritz Müller ihre Haltung deutlich, da eine schlechte verkehrliche Anbindung ein wesentlicher Strukturnachteil sei. In diesem Zusammenhang wiesen Matthias Schimpf und Sebastian Schröder auf die notwendige Umsetzung der „B 38a“ hin, die nach Jahren der Planung und der erfolgten Planfeststellung derzeit gerichtsanhängig ist; hier ist es notwendig, dass bei entsprechendem Gerichtsentscheid auch die finanziellen Mittel für Planung und Umsetzung zeitnah zur Verfügung stehen. Andere Rahmenbedingungen wie etwa ein auskömmliches Angebot der „U3-Betreuung“ oder die bedarfsgerechten Öffnungszeiten von Kindertagesstätten liegen in der Hand der Kommune und sind ein weitere Baustein zur Gestaltung des demografischen zu Gunsten des ländlichen Raums.

Abschliessend gab Sebastian Schröder der Landtagsabgeordneten noch die Bitte mit auf den Weg sich im Bereich „Tourismus“ für den Erhalt der Destination Odenwald und der Destination Bergstraße einzusetzen.