Kompetente Starthilfe für Existenzgründer – GRÜNE-Lorsch zu Gast bei der Entwicklungsgesellschaft Lorsch mbH !!

Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour war die Fraktion „Bündnis `90/DIE GRÜNEN“Lorsch zu Gast bei der „Entwicklungsgesellschaft Lorsch mbH (EGL)“. Neben der GRÜNEN-Fraktion aus Lorsch interessierte sich auch der Bensheimer Stadtverordnete und Bundestagskandidat Moritz Müller für das Aufgabenspektrum der EGL.

In der Öffentlichkeit wird die EGL oftmals „nur“ als Gesellschaft für Grundstücksentwicklung wahrgenommen, dabei findet sich unter dem Dach der EGL auch das „Regionale Grüderzentrum Lorsch“ und das Projekt „Bürogemeinschaft coworkinglorsch“.

Beide Sparten der EGL standen diesmal im Fokus des Meinungsaustausches der GRÜNEN-Fraktion mit Geschäftsführer Matthias Herbener und Projektleiter Jens Hohmann.

Jens Hohmann stellte, nachdem Geschäftsführer Matthias Herbener kurz die Geschichte der EGL dargestellte hatte, das „Regionale Gründerzentrum Lorsch“ vor.

„Begonnen haben wir im Dezember 2012“ so Hohmann „und waren damals gespannt, wie sich ein solches Angebot in der Region etabliert“. Das Angebot umfasst neben der Erstberatung für Existenzgründer auch im Rahmen von Folgeberatungen eine Unterstützung bei Businessplänen, Lotsenfunktion zu Behörden und Unterstützung und Hilfe bei der Suche nach geeigneten Flächen. „Seit dem Start des Gründerzentrums wurden bis heute insgesamt 434 Beratungen durchgeführt“ führt Jens Hohmann aus und Matthias Herbener ergänzte, dass durch die betreuten Existenzgründer zwischenzeitlich 366 Arbeitsplätze in 177 Unternehmen in Lorsch und Umgebung geschaffen worden seien.

„Eine beeindruckende Bilanz“ stellte Fraktionsvorsitzender Matthias Schimpf fest, der es begrüßte, dass das Gründerzentrum eben nicht nur auf das Gemarkungsgebiet der Stadt Lorsch beschränkt sei, sondern auch darüberhinaus, was ein gutes Beispiel für „sinnvoll gelebte interkommunale Arbeit“ darstelle, wie GLB-Stadtverordneter Moritz Müller unterstrich.

Neben der kostenlosen Beratung bietet das Gründerzentrum auch themenbezogene Vorträge und Seminare an, wie die Verantwortlichen  weiter informierten. “ Seit Beginn haben wir zum Teil mit externen Partnern 31 Vorträge und Seminare mit insgesamt 281 interessierten Teilnehmern abgehalten“ so Hohmann, der als Besonderheit darauf aufmerksam machte, dass häufig auch ehemalige Klienten als Referenten auftreten, um ihr Wissen über eine Existenzgründung weiterzugeben.

Als besonderes Qualitätsmerkmal bezeichnete die Stadtverordnete Eva Grabowski, dass das Gründerzentrum von der „Bundesagentur für Arbeit“ als fachkundige Stelle für Stellungnahmen zur Beantragung von Gründerzuschüssen anerkannt ist, „dies zeigt die hohe fachliche Qualität die hier angeboten wird“ so Grabowski.

Matthias Schimpf stellte in diesem Zusammenhang heraus, dass eine durch das Gründerzentrum betreute Gründung in 2015 den hessischen Gründerpreis erhalten hat und überdies auch das „Fachpflegezentrum Bergstraße“, ein einmaliges Pflegezentrum für Wachkomapatienten mit und durch Unterstützung des Gründerzentrums in Lorsch an den Start gehen wird.

„Aber gerade die Erfahrungen aus unseren Existenzgründergesprächen haben uns veranlasst, dass wir ein Jahr nach dem Start des Gründerzentrums das Projekt „Bürogemeinschaft coworkinglorsch“ entwickelt haben, da gerade zu Beginn einer Unternehmerschaft es oftmals an Infrastruktur wie etwa Büroräumen usw. fehlt“ leitete Matthias Herbener zu dem weiteren Angebotsfeld über.

Existenzgründer können je nach Bedarf und ohne lange Vertragslaufzeiten in von der EGL vorgehaltenen Flächen von einem „Schreibtischarbeitsplatz“ bis hin zu einem kompletten Büro passend für ihre Bedürfnisse entsprechend anmieten. Neben einer perfekt ausgestatten Infrastruktur in Form von Highspeed-Internet, W-Lan, Kopierer und Konferenzraum nebst Gemeinschaftsteeküche und Sozalraum, bietet das Angebot auch den Vorteil, dass sich Existenzgründer im Rahmen dieser Bürogemeinschaft austauschen und gegenseitig unterstützen, stellte Jens Hohmann den weiteren Nutzen des Projektes dar. Mittlerweile belegen an den zwei Standorten in Lorsch 13 Firmen mit 25 Arbeitsplätzen die angebotenen Flächen unterlegte Matthias Herbener den Erfolg mit Zahlen.

„Eine gute Sache, gerade auch für uns GRÜNE“ lobte Stadtverordnete Anne Metz-Denefleh das Projekt, „da wir nicht mehr im Großen wachsen können und hier vorhandene Flächen sinnvoll und effizient genutzt werden.“

„Wachstum hat seine Grenzen und Flächen sind ein rares Gut“ ergänzte Matthias Schimpf, der daran erinnerte, dass die momentan auf Landesebene die 3.Änderung des „Landesentwicklungsplanes Hessen (LEP)“ diskutiert werde, in der als ein wesentliches Ziel die Reduktion des Flächenverbrauchs enthalten ist.

Matthias Herbener stellte dar, dass es auch für die Entwiclungschancen Lorschs in der Zukunft darum gehen müsse, dass eine planvolle Entwicklung insbesondere von Flächen für Wohnbebauung, aber auch für Unternehmensansiedlungen vorgenommen werden müsse. Möglichkeiten bestünden im „Flächenrecycling“ und auch im Aufstellen von Bebauungsplanen im Innenbereich.

Dieses Thema wird uns in den nächsten Jahren auf jeden Fall beschäftigen müssen, waren sie die Vertreter der GRÜNEN Fraktion und die EGL-Verantwortlichen einig.

„Wichtig für uns ist, dass ein solches Entwicklungskonzept transparent und unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürgern Lorschs in einem geregelten Verfahren gestaltet wird“ machte Matthias Schimpf zum Abschluss des Meinungsaustausches deutlich, nicht jedoch ohne es zu versäumen den EGL-Verantwortlichen gerade für die erfolgreiche Etablierung und Umsetzung der vorgestellten Projekte zu danken.