„Werbeverantaltung“ des Kuratoriums UNESCO Welterbe Kloster Lorsch e.V. für den „Parkplatz-Ost“ ein Flop !!!

Die von Magistrat der Stadt Lorsch finanzierte „Sonderführung“ des „Kuratoriums Welterbe Kloster Lorsch e.V.“ zum Gelände des geplanten „Parkplatz-Ost“ war ein Flop. Zu der „Werbeveranstaltung“ kamen außer den Vertretern von Magistrat und GRÜNE, SPD, CDU und FDP lediglich 12 interessierte Bürgerinnen und Bürger. Die Fraktionen von PWL und BfL fehlten gänzlich.

Der vortragende Architekt Lorenz Dexler vom Berliner Büro „Topotek I“ wartete in seinem weitschweifigen Vortag mit veralteten Plänen auf, auf denen die genaue und aktuelle Lage des projektierten Parkplatzes nicht verzeichnet war.

Interessanter die Aussagen des Bürgermeisters, der die Investitionskosten für den „Parkplatz-Ost“ auf ca. 2 Millionen Euro bezifferte, aber gleichfalls keine Aussage traf, wer diese Investition denn finanziert. Spannend auch, dass der Bürgermeister von „massiven“ Beschwerden von Besuchern über die derzeitige Situation sprach und diese mit 747 Beschwerden bezifferte, was angesichts der vom Magistrat in der Sitzung des „Kultur-und Sozialausschusses“ im Frühjahr 2017 genannten Zahlen von 180.000 Besuchern bzw. 60.000 zahlenden Besuchern (die aufgrund von „Doppelerfassungen“ stark zu bezweifeln sind) einer „lächerlichen“ Beschwerdequote von unter 0,5% bzw. knapp über 1 % entspricht. Überdies soll der „Parkplatz-Ost“ nach eigenen Planunterlagen nur in der Zeit von März bis November genutzt werden.

Auch wenn versucht wurde den Parkplatz „klein“ zu reden, so zeigte sich bei der Besichtigung des Geländes aufgrund der mit Flatterband markierten Flächen, dass ein nicht unerheblicher Eingriff in die Kulturlandschaft erfolgt. Insgesamt ist festzuhalten, dass diese „Werbeveranstaltung“ keine Argumente für die Realisierung des „Parkplatz-Ost“ geliefert hat und die Zweifel eher wachsen.

Nach wie vor plädiere ich dafür, dass die Stadtverordnetenversammlung den Mut aufbringen sollte hier die Bürgerinnen und Bürger zu befragen und klar auch zur Finanzierung des „Parkplaz-Ost“ Stellung zu beziehen, da ansonsten die vielzitierte „Transparenz“ zu Beginn der Wahlperiode dieser Stadtverordnetenversammlung tatsächlich nur eine pflichtschuldige Floskel war.