„Für das Weltkulturerbe, aber gegen Parkplatz -Ost“ – GRÜNE weisen Kritik der Kuratoriumsvorsitzenden zurück !!

„Der Versuch der Vorsitzenden des Kuratoriums Unesco Welterbe Kloster Lorsch, Dr. Redeker, mit der Gleichung „Wer gegen den Parkplatz-Ost ist, ist gegen das Weltkulturerbe“ Kritiker des Vorhabens zu diskreditieren, ist durchsichtig und verfängt erneut nicht“ kommentiert der Lorscher GRÜNEN-Fraktionsvorsitzende Matthias Schimpf die jüngste Stellungnahme der Ersten Vorsitzenden des Kuratoriums. Statt sich mit der Kritik an den Plänen für einen Parkplatzbau „auf der grünen Wiese“ auseinanderzusetzen, verfällt die Kuratoriumsvorsitzende in eine Aufzählung über die positive Wirkung der Umgestaltung, die gute Arbeit die geleistet wird vom Team der Welterbestätte und dem dargebotenen Qualitätsangebot und versucht den Menschen zu suggerieren, dass Kritiker des „Parkplatz-Ost“ dies so nicht sehen. “Dies ist bedauerlich“ so Schimpf, „da Frau Dr. Redeker aus einem Gespräch mit der GRÜNEN-Fraktion weiss, dass diese die Arbeit und Wirkung der Welterbestätte kennt, schätzt und unterstützt, aber das Parkplatzvorhaben dennoch ablehnt, weil es in dieser Form und an dieser Stelle mit geschätzten Baukosten von zwei Millionen Euro weder in einem sinnhaften Kosten-Nutzenverhältnis steht, noch den baulichen Eingriff in die Kulturlandschaft rechtfertigt.“. Aus Sicht der GRÜNEN ist es durchaus legitim zu hinterfragen wann, zu welchem Zweck und zu welchem Preis Grundstücke von der Stadt erworben oder getauscht wurden, auf denen nunmehr der Parkplatz projektiert ist, mit „Diffamierung“ hat dies nichts zu tun. Auch in einem weiteren Punkt täuscht die Kuratoriumsvorsitzende die Öffentlichkeit, in dem sie behauptet, dass die Besucherzahlen an der Welterbestätte wachsen würden, „dies ist derzeit nicht der Fall“ erinnert der Fraktionsvorsitzende an die Unterlagen und Daten, welche im ersten Halbjahr 2017 dem Kulturausschuss vorgelegt wurden, in denen es heißt: „Nach einem steilen Aufwärtstrend der Besucherzahlen 2014-2015 ist jedoch im zurückliegenden Jahr (2016) ein Rückgang zu verzeichnen (…) auch im Welterbe.“ und von Seiten der „Verwaltung Schlösser und Gärten (VSG)“ wurde die Zahl der zahlenden Besucher in 2016 mit 60.000 Personen angegeben. „Interessant ist hieran, dass von dem Leiter der Welterbestätte unlängst eine Zahl von  ungefähr 52.000 Besuchern für 2017 genannt wurde und er weiter ausführte, dass diese Zahl damit etwas höher liege als 2016“  merkt Schimpf an und führt weiter aus, dass es schon bemerkenswert sei, dass dem Auschuss für 2016 eine wesentlich höhere Besucherzahl genannt wurde, als die Zahl, welche jetzt von Herrn Dr. Schefers in 2017 als Vergleichsgröße für eine steigende Besucherzahl herangezogen wird. „Fakt ist“ so Schimpf, „dass sich damit und vor diesem Hintergrund die wachsenden Besucherzahlen wie von Frau Dr. Redeker behauptet nicht darstellen lassen, es aber aus Sicht der GRÜNEN in der nächsten Sitzung des Ausschusses hierzu Klärungsbedarf geben wird, da ein solcher „Zahlensalat“ -unabhängig von den sonst genannten und hochgerechneten „Mondzahlen“ von 180.000 Besuchern in 2016- nicht hinnehmbar ist.“. Die GRÜNEN sehen nicht, wie sich mit diesen Zahlen die Notwendigkeit eines Parkplatzes in der beabsichtigten Form begründen lassen soll, zumal auch in diesem Jahr regelmäßig noch freier Parkraum trotz „Welterbeveranstaltungen“ vorhanden gewesen ist. „Projekte und Planungen müssen und können auch evaluiert werden, ob sie den ehedem mal prognostizierten Zahlen und Annahmen entsprechen, ein stures Verweisen auf ehemals gefasste Beschlüsse und Festhalten an diesen ist angesichts der beabsichtigten Millioneninvestition und des schwerwiegenden Eingriffs in die Kulturlandschaft mehr als unverständlich“ so Matthias Schimpf abschliessend.