FDP-Stadtverordneter vergaloppiert sich bei Parkplatz-Ost Argumentation!! Geburtsort kein Argumentationskriterium !!

Die jüngsten Äußerungen des Stadtverordneten Friedel Drayß zum „Parkplatz-Ost“ sind inhaltlich nicht nachvollziehbar und orientieren sich nach Ansicht der GRÜNEN-Lorscher-Stadtverordnetenfraktion eher am eigenen Bauchgefühl statt an Fakten.

„Unabhängig von der Frage, ob der Geburtsort oder die Herkunft eines Stadtverordneten überhaupt ein entscheidendes Kriterium für die Beurteilung des Sachverhaltes „Parkplatz-Ost“ ist, ist die Behauptung des Stadtverordneten Drayß, dass er der einzige Ur-Lorscher im Parlament sei, der den Überblick über 40 Jahre Kloster-Entwicklung habe nicht nur anmaßend und eine Herabwürdigung der übrigen Stadtverordneten, sondern schlicht und ergreifend unwahr“ so GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender Matthias Schimpf, der darauf hinweist, dass in der Lorscher Stadtverordnetenversammlung einige „Ur-Lorscher“ ein Mandat haben, so etwa auch zwei Mitglieder der GRÜNEN-Fraktion, davon ein Mitglied mit langjähriger kommunalpolitischer Erfahrung und langjähriger Mitgliedschaft im Kuratorium UNESCO-Welterbe Kloster Lorsch e.V. . Ebenso falsch ist die Behauptung des FDP-Stadtverordneten, dass „keiner etwas dagegen gesagt hätte“, da gerade die GRÜNEN zwar für ein BIZ, aber gegen den Standort und die Ausführung als „Glasbau“ waren.

Mit seiner rhetorischen Frage, „was in den letzten 20 Jahren passiert sei“, stellt der FDP-Stadtverordnete überdies tatsächlich die positiven Veränderungen rund um die Torhalle und vielfältigen Veranstaltungen rund um das Unesco-Welterbe in Frage und versucht sodann einen Brückenschlag für den geplanten Parkplatz-Standort, welcher allerdings mangels inhaltlicher Begründung fehl geht und nach Einschätzung der GRÜNEN mithin nicht nachvollziehbar ist. Bedauerlich ist für die GRÜNEN, dass der Unternehmer Drayß von unternehmerischen Denken und Kalkulieren spricht, aber sich zu dem von der Verwaltung Schlösser und Gärten verursachten Zahlenwirrwarr ebenso wenig einlässt wie zu den eben gerade nicht stetig steigenden Besucherzahlen des Museumszentrums. „Was ist denn dann anstelle von belastbaren Besucherzahlen seine Kalkulationsgrundlage und Rechtfertigung für den Parkplatz und wie rentierlich ist eine Investition von mindestens zwei Millionen Euro, die überdies nach Fertigstellung in der kälteren Jahreszeit kaum bis gar nicht genutzt werden würde?“ fragt Schimpf, der ferner auch eine Aussage des FDP-Stadtverordneten vermisst wer eigentlich die Investition und später auch den Betrieb des Parkplatzes finanzieren soll, zumal nach Drayß eigener Einschätzung die Lorscher Innenstadt „nichts davon habe“.

Fakt ist, so die GRÜNEN abschliessend, dass nach wie vor das „Wohl und Wehe“ des Klosters nicht von der Realisierung des „Parkplatz-Ost“ abhängt und derzeit unter der Woche, aber auch an Wochenenden regelmäßig freie Parkplätze in Lorsch zu finden sind und Publikumsmagnet die Torhalle ist und nicht saisonbetriebene Kunstbauten auf der „grünen Wiese“, für deren spezielle Anbindung zu besonderen Veranstaltungen es keines schwerwiegenden Eingriffs in die Kulturlandschaft und einer Millioneninvestition bedarf.