„Für das Weltkulturerbe, aber gegen Parkplatz -Ost“ – GRÜNE weisen Kritik der Kuratoriumsvorsitzenden zurück !!

„Der Versuch der Vorsitzenden des Kuratoriums Unesco Welterbe Kloster Lorsch, Dr. Redeker, mit der Gleichung „Wer gegen den Parkplatz-Ost ist, ist gegen das Weltkulturerbe“ Kritiker des Vorhabens zu diskreditieren, ist durchsichtig und verfängt erneut nicht“ kommentiert der Lorscher GRÜNEN-Fraktionsvorsitzende Matthias Schimpf die jüngste Stellungnahme der Ersten Vorsitzenden des Kuratoriums. Statt sich mit der Kritik an den Plänen für einen Parkplatzbau „auf der grünen Wiese“ auseinanderzusetzen, verfällt die Kuratoriumsvorsitzende in eine Aufzählung über die positive Wirkung der Umgestaltung, die gute Arbeit die geleistet wird vom Team der Welterbestätte und dem dargebotenen Qualitätsangebot und versucht den Menschen zu suggerieren, dass Kritiker des „Parkplatz-Ost“ dies so nicht sehen. “Dies ist bedauerlich“ so Schimpf, „da Frau Dr. Redeker aus einem Gespräch mit der GRÜNEN-Fraktion weiss, dass diese die Arbeit und Wirkung der Welterbestätte kennt, schätzt und unterstützt, aber das Parkplatzvorhaben dennoch ablehnt, weil es in dieser Form und an dieser Stelle mit geschätzten Baukosten von zwei Millionen Euro weder in einem sinnhaften Kosten-Nutzenverhältnis steht, noch den baulichen Eingriff in die Kulturlandschaft rechtfertigt.“. Aus Sicht der GRÜNEN ist es durchaus legitim zu hinterfragen wann, zu welchem Zweck und zu welchem Preis Grundstücke von der Stadt erworben oder getauscht wurden, auf denen nunmehr der Parkplatz projektiert ist, mit „Diffamierung“ hat dies nichts zu tun. Auch in einem weiteren Punkt täuscht die Kuratoriumsvorsitzende die Öffentlichkeit, in dem sie behauptet, dass die Besucherzahlen an der Welterbestätte wachsen würden, „dies ist derzeit nicht der Fall“ erinnert der Fraktionsvorsitzende an die Unterlagen und Daten, welche im ersten Halbjahr 2017 dem Kulturausschuss vorgelegt wurden, in denen es heißt: „Nach einem steilen Aufwärtstrend der Besucherzahlen 2014-2015 ist jedoch im zurückliegenden Jahr (2016) ein Rückgang zu verzeichnen (…) auch im Welterbe.“ und von Seiten der „Verwaltung Schlösser und Gärten (VSG)“ wurde die Zahl der zahlenden Besucher in 2016 mit 60.000 Personen angegeben. „Interessant ist hieran, dass von dem Leiter der Welterbestätte unlängst eine Zahl von  ungefähr 52.000 Besuchern für 2017 genannt wurde und er weiter ausführte, dass diese Zahl damit etwas höher liege als 2016“  merkt Schimpf an und führt weiter aus, dass es schon bemerkenswert sei, dass dem Auschuss für 2016 eine wesentlich höhere Besucherzahl genannt wurde, als die Zahl, welche jetzt von Herrn Dr. Schefers in 2017 als Vergleichsgröße für eine steigende Besucherzahl herangezogen wird. „Fakt ist“ so Schimpf, „dass sich damit und vor diesem Hintergrund die wachsenden Besucherzahlen wie von Frau Dr. Redeker behauptet nicht darstellen lassen, es aber aus Sicht der GRÜNEN in der nächsten Sitzung des Ausschusses hierzu Klärungsbedarf geben wird, da ein solcher „Zahlensalat“ -unabhängig von den sonst genannten und hochgerechneten „Mondzahlen“ von 180.000 Besuchern in 2016- nicht hinnehmbar ist.“. Die GRÜNEN sehen nicht, wie sich mit diesen Zahlen die Notwendigkeit eines Parkplatzes in der beabsichtigten Form begründen lassen soll, zumal auch in diesem Jahr regelmäßig noch freier Parkraum trotz „Welterbeveranstaltungen“ vorhanden gewesen ist. „Projekte und Planungen müssen und können auch evaluiert werden, ob sie den ehedem mal prognostizierten Zahlen und Annahmen entsprechen, ein stures Verweisen auf ehemals gefasste Beschlüsse und Festhalten an diesen ist angesichts der beabsichtigten Millioneninvestition und des schwerwiegenden Eingriffs in die Kulturlandschaft mehr als unverständlich“ so Matthias Schimpf abschliessend.

Umwelt schützen – Artenvielfalt erhalten!! GRÜNE bringen Antrag zum Glyphosat-Verbot in die StVV-Lorsch ein !

„Global denken – lokal handeln“ ist eine häufig gehörte Floskel in der Kommunalpolitik, dennoch ist diese sehr oft richtig. Momentan wird noch immer heftig über die Verlängerung der Zulassung des Herbizids „Glyphosat“ mit deutscher Unterstützung in der Europäischen Union diskutiert. Dies hat mich dazu veranlasst „lokal zu handeln“ und für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in Lorsch einen Antrag einzubringen, welcher zum Ziel hat, dass der Einsatz von Glyphosat auf öffentlichen Flächen bzw. Pachtflächen der Stadt an Dritte unterbunden wird.

Zum Antrag geht es hier: GRÜNE Lorsch Antrag Glyphosat-Verbot

Eva Goldbach(MdL) berichtet in Lorsch über die „Hessenkasse“ !

Auf Einladung der Fraktion „Bündnis `90/DIE GRÜNEN“-Lorsch und des Kreisverbandes „Bündnis`90/DIE GRÜNEN“-Bergstraße referierte die grüne Landtagsabgeordnete Eva Goldbach in Lorsch über das Entschuldungs-und Investitionsprogramm „Hessenkasse“ der hessischen Landesregierung.

„Mit der „Hessenkasse“ bietet das Land den Kommunen an, dass die Kassenkredite von Seiten des Landes abgelöst werden und damit die Kommunen auch von dem bestehenden Zinsänderungsrisiko befreit werden“ führte Eva Goldbach aus. Das Land zahlt sodann für die abgelösten Kassenkredite die Zinsen und die Tilgung, allerdings müssen sich die teilnehmenden Kommunen mit 25 € je Einwohner jährlich an der Tilgung beteiligen, sicher ist jedoch, dass das Land mindestens immer die gleiche Summe zur Förderung aufwendet, den die jeweilige Kommune auch selbst erbringt.

Für Kommunen die keine Kassenkredite (Grenze: Kassenkredtithöhe unter 100 €/ Einwohner)haben, legt das Land ein Investitionsprogramm auf. Teilnehmen können hier alle Kommunen, welche nicht dauerhaft abudant sind, als finanzschwach eingestuft werden, eine unterdurchschnittliche Besiedlungsdichte oder eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen haben. Dies zielt insbesondere auf Kommunen des ländlichen Raums ab, so die Landtagsabgeordnete. Weiterhin erhält jede teilnehmende Kommune aus diesem Investitionsprogramm mindestens 750.000 € für Investitionen. Insgesamt stellt das Land für dieses Investitionsförderprogramm 510 Mio. € zur Verfügung, der Eigenanteil der teilnehmenden Kommunen beträgt 57 Mio. €.

Die Verwendung der so gewährten Mittel aus dem Investitionsprogramm ist breit gefächert, so dass die Kommunen viele Möglichkeiten haben vor Ort die Mittel zu investieren; eine Besonderheit ist, dass diese investiven Mittel des Landes auch für Investitionen verwendet werden können, welche eigentlich über Gebührenhaushalte von den Bürgerinnen und Bürgern finanziert werden (z.B. Abwasserbeseitigung oder Wasserversorgung). Dies sorgt dafür, dass hier bei Investitionen die Gebühren nicht steigen und die Bürgerinnen und Bürger mithin nicht mit höheren Gebühren belastet werden.

Beabsichtigt ist mit der Umsetzung der „Hessenkasse“ auch eine Änderung der „Hessischen Gemeindeordnung (HGO)“ in Bezug auf die Aufnahme von Kassenkrediten, damit eine dauerhafte Entschuldung Platz greift und nicht erneut dauerhaft Kassenkredite aufgebaut werden.

Abschliessend wies Eva Goldbach noch darauf hin, dass es immer eine „Günstigerprüfung“ im Verfahren der „Hessenkasse“ gibt, d.h. für jede teilnehmende Kommune wird geprüft, ob diese aus dem Entschuldungsprogramm oder dem Investitionsprogramm mehr finanzielle Mittel erhalten würde, die jeweils für die ommune günstigere Variante wird sodann gewährt.

Weitere Informationen zur „Hessenkasse“ und welche Kommune im Kreis Bergstraße davon profitiert findet man hier:

HESSENKASSE.-Präsentation GRÜNE-Bergstraße

 

Umwelt – und Verbraucherschutz ade !! Glyphosat mit deutscher Unterstützung für weitere fünf Jahre zugelassen !!

Die Zulassung des Totalherbizids Glyphosat durch den EU-Ministerrat um weitere fünf Jahre ist aus Sicht der GRÜNEN im Kreis Bergstraße fatal. „Damit wird eine rückwärtsgewandte Landwirtschaftspolitik über Jahre festgeschrieben. Es ist unfassbar, dass die Bundesregierung durch Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt –  anders als im bisherigen Verfahren –  für die Zulassung um weitere fünf Jahre gestimmt hat.“, erklären Evelyn Berg und Matthias Schimpf, die Vorstandssprecher von „Bündnis ´90/DIE GRÜNEN“-Bergstraße. Glyphosat ist ein Allround-Herbizid und vernichtet alle grünen Pflanzenteile. Es schädigt die Artenvielfalt und steht weiter im Verdacht, krebserregend zu sein.

„Es ist ein Schlag ins Gesicht der 1,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger, die die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat unterzeichnet haben, dass dieses Pflanzengift weiter eingesetzt werden kann“, so Berg weiter, die daran erinnert, dass es auch im Kreis Bergstraße eine Vielzahl von Menschen gegen die weitere Zulassung sich engagiert haben. „Der massive und großflächige Einsatz von Glyphosat führt in eine landwirtschafts- und umweltpolitische Sackgasse. Zum Schutz der Verbraucher sowie der Umwelt brauchen wir eine deutliche Reduktion von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln und endlich eine unabhängige Überprüfung und Zulassung von Pflanzenschutzmitteln.“ ergänzt Schimpf. In Hessen hat die GRÜNE Umweltministerin Priska Hinz bereits auf die möglichen Risiken von Glyphosat reagiert und per Erlass mit einer strikten Einschränkung zur Anwendung von Glyphosat im öffentlichen Raum reagiert.

 

 

„Großes Interesse an der Weschnitzrenaturierung“

Mehr als 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger konnte Matthias Schimpf, Fraktionsvorsitzender der Lorscher GRÜNEN bei der gemeinsamen Veranstaltung der „GRÜNEN-Liste Heppenheim“ und der „GRÜNEN-Lorsch“ zu dem Projekt der Weschnitzrenaturierung an der Lorscher Herrenbrücke zusammen mit Franz Beiwinkel begrüßen, darunter auch Vertreter anderer politischer Parteien.

Nach einer kurzen Einführung zur Historie des Projektes durch Schimpf übernahm der Geschäftsführer des „Gewässerverbandes Bergstraße“, Ullrich Androsch die inhatliche Ausgestaltung der Führung.

Im Naturschutz- und gleichnamigen FFH-Gebiet „Weschnitzinsel von Lorsch“ hat das Land Hessen die Zusammenlegung von Alter und Neuer Weschnitz vorgesehen erläuterte Androsch, der weiter ausführte, dass mit der Maßnahme Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 umgesetzt werden und der Gewässerverband Bergstraße  vom Regierungspräsidium Darmstadt mit der Umsetzung der Maßnahme beauftragt wurde.

Da das Projekt mit Synergien für die Umsetzung von WRRL und Natura 2000 verbunden ist, werden die Kosten in Höhe von 3,2 Miollionen Euro  zu 100 % vom Land Hessen finanziert .

Mit dem Renaturierungsprojekt „Weschnitzinsel“ wird für die bis jetzt in ausgeprägt naturfernen Hochprofilen fließende Weschnitz in der Rheinebene ein sehr wichtiger Trittstein und „Strahlursprung“ für eine gute Gewässerbiozönose geschaffen führte Androsch weiter aus und verdeutlichte damit auch den hohen ökologischen Faktor der Renaturierungsmaßnahme.

Die Gewässer, die bisher in den beiden eingedeichten und kanalisierten
Strecken von Alter und Neuer Weschnitz abfließen, sind jetzt auf etwa drei
Kilometern zusammengelegt worden und werden in dem Gelände nunmehr frei mäandrieren können.
Gleichzeitig soll sich die Situation für die Brutvögel in dem Gebiet wieder
verbessern, da aktuell  den Wiesenbrütern temporär feuchte
Auenflächen fehlen.  Zudem wurden die Brutvögel in dem heutigen Gebiet oft von Passanten gestört, so dass Bruten dort nicht stattfanden, deswegen geht mit der Maßnahme auch einher, dass dieses Gebiet nicht mehr durchgangen oder durchfahren werden kann, wie der Geschäftsführer anhand von jetzt angelegten Furten vor Ort darstellte.
Insgesamt erhofft man sich von der Maßnahme unter anderem eine Wiederansiedlung des Großen Brachvogels, der dort einstmals zu den charakteristischen Arten gehörte, sowie auch ein Profitieren zahlreicher Fischarten , wie etwa der Meerforelle oder des Steinbeißers, die auf der „Roten Liste“ stehen und in der Weschnitz nachgewiesen wurden.

Im Rahmen der Führung wurde von interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch die Frage des grundsätzlichen Flächenverbrauchs angesprochen, insbesondere die umstrittenen Planungen zum „Parkplatz-Ost“. Hier machte Matthias Schimpf deutlich, dass es für dieses Projekt aus Sicht der GRÜNEN keinen Bedarf gibt, es in keinem Kosten-Nutzen Verhältnis stehe und auch der Eingriff in die Kutlurlandschaft abzulehnen sei. Aus Sicht der GRÜNEN sei es ein Gebot der vielgepriesenen Transparenz , hierüber die Bürgerinnen und Bürger Lorschs entscheiden zu lassen.

 

„Werbeverantaltung“ des Kuratoriums UNESCO Welterbe Kloster Lorsch e.V. für den „Parkplatz-Ost“ ein Flop !!!

Die von Magistrat der Stadt Lorsch finanzierte „Sonderführung“ des „Kuratoriums Welterbe Kloster Lorsch e.V.“ zum Gelände des geplanten „Parkplatz-Ost“ war ein Flop. Zu der „Werbeveranstaltung“ kamen außer den Vertretern von Magistrat und GRÜNE, SPD, CDU und FDP lediglich 12 interessierte Bürgerinnen und Bürger. Die Fraktionen von PWL und BfL fehlten gänzlich.

Der vortragende Architekt Lorenz Dexler vom Berliner Büro „Topotek I“ wartete in seinem weitschweifigen Vortag mit veralteten Plänen auf, auf denen die genaue und aktuelle Lage des projektierten Parkplatzes nicht verzeichnet war.

Interessanter die Aussagen des Bürgermeisters, der die Investitionskosten für den „Parkplatz-Ost“ auf ca. 2 Millionen Euro bezifferte, aber gleichfalls keine Aussage traf, wer diese Investition denn finanziert. Spannend auch, dass der Bürgermeister von „massiven“ Beschwerden von Besuchern über die derzeitige Situation sprach und diese mit 747 Beschwerden bezifferte, was angesichts der vom Magistrat in der Sitzung des „Kultur-und Sozialausschusses“ im Frühjahr 2017 genannten Zahlen von 180.000 Besuchern bzw. 60.000 zahlenden Besuchern (die aufgrund von „Doppelerfassungen“ stark zu bezweifeln sind) einer „lächerlichen“ Beschwerdequote von unter 0,5% bzw. knapp über 1 % entspricht. Überdies soll der „Parkplatz-Ost“ nach eigenen Planunterlagen nur in der Zeit von März bis November genutzt werden.

Auch wenn versucht wurde den Parkplatz „klein“ zu reden, so zeigte sich bei der Besichtigung des Geländes aufgrund der mit Flatterband markierten Flächen, dass ein nicht unerheblicher Eingriff in die Kulturlandschaft erfolgt. Insgesamt ist festzuhalten, dass diese „Werbeveranstaltung“ keine Argumente für die Realisierung des „Parkplatz-Ost“ geliefert hat und die Zweifel eher wachsen.

Nach wie vor plädiere ich dafür, dass die Stadtverordnetenversammlung den Mut aufbringen sollte hier die Bürgerinnen und Bürger zu befragen und klar auch zur Finanzierung des „Parkplaz-Ost“ Stellung zu beziehen, da ansonsten die vielzitierte „Transparenz“ zu Beginn der Wahlperiode dieser Stadtverordnetenversammlung tatsächlich nur eine pflichtschuldige Floskel war.

Klare Regeln schaffen statt kriminalisieren – Cannabiskontrollgesetz einführen !!

Der „Bergsträßer-Anzeiger“ hat mich zum Thema „Cannabis-Legalisierung“ interviewt. Auch hier eine klare Aussage:

Für eine Drogenpolitik, die auf Prävention, Jugendschutz und Selbstbestimmung setzt.“

Auch klar ist: Jugendschutz und Prävention stehen an erster Stelle, eine Verharmlosung von Drogen steht nicht zur Debatte , ebensowenig wie eine Freigabe weiterer Drogen.

Nachfolgend das komplette Interview (Bergsträßer-Anzeiger vom 30.08.2017):

„Bergstraße.„Legalize it!“ So lautet der Aufruf, den Matthias Schimpf auf der Facebook-Seite des BA hinterlassen hat. Damit positioniert sich der Fraktionsvorsitzende der Lorscher Grünen sowie frühere Vize-Landrat und Kreisbeigeordnete deutlich für eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland. Und das, obwohl die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, vor dem Stoff und dessen Verharmlosung erst vor Kurzem gewarnt hat. Dem BA stand Schimpf deswegen Rede und Antwort.

Laut einer Studie haben 6,1 Prozent der Erwachsenen in Deutschland innerhalb der vergangenen zwölf Monate Cannabis konsumiert, Herr Schimpf. Sie . . .

Matthias Schimpf: Nein, da gehöre ich nicht dazu.

Haben Sie Erfahrungen mit Marihuana?

Schimpf: Nur ganz wenige. Mit 24 Jahren habe ich es zwei Mal in einer Runde probiert, als ich an der Verwaltungshochschule in Rotenburg studiert habe. Aber das ist ja ewig her.

Wieso sprechen Sie sich dann für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland aus?

Schimpf: Es geht nicht darum, dass jeder nach einem Joint greifen kann, wie er lustig ist, sondern es geht den Grünen darum, auf ein gesellschaftliches Phänomen zu reagieren. Andere Drogen können völlig legal im Supermarkt erworben werden – nämlich Alkohol und Zigaretten. Nicht zuletzt geht es auch darum, den illegalen Handel mit Cannabis einzudämmen. Dass in der Vergangenheit die Strafen für solche Delikte verschärft wurden, hat ja nichts gebracht.

Kritiker werden jetzt wieder von den Grünen als Haschbrüdern sprechen.

Schimpf: Unsere Botschaft ist nicht, dass jetzt alle kiffen sollen. Wir wollen vor allem den Schwarzmarkt und sein kriminelles Umfeld austrocknen. Eine Studie des Bundesgesundheitsministeriums hat 2007 übrigens auch keine Belege dafür gefunden, dass Cannabis einen Einstieg zu härteren Drogen darstellt. Diesen Zusammenhang gibt es ja auch nicht zwischen Kaffee und Tabak.

Wie könnte der legale Erwerb künftig aussehen?

Schimpf: Ich verfolge den Ansatz von drei Säulen: Prävention, Regulierung und Schadensminderung. Prävention bedeutet, dass über alle Drogen und ihre schädliche Wirkung – egal, ob legal oder illegal – umfassend aufgeklärt werden muss. Dazu gehört auch die Tatsache, dass Drogen für Kinder und Jugendliche besonders schädlich sind. Reguliert wird der Handel mit einem Cannabiskontrollgesetz, das definiert, wie und wo Cannabis gekauft werden kann. Unter Schadensminderung verstehe ich unter anderem, dass Werbung für Drogen insgesamt eingedämmt werden muss. Es kann und wird ja nicht sein, dass zwischen den Mainzelmännchen und den Heute-Nachrichten Cannabis angepriesen wird.

Und wo genau sollte Cannabis Ihrer Meinung nach verkauft werden?

Schimpf: Nur in lizenzierten Fachgeschäften. Obwohl man davon ausgehen muss, dass jeder mündige Erwachsene vernünftig mit dem Produkt umgehen können sollte, darf Cannabis natürlich nicht im Supermarkt neben dem Pils stehen. Möglicherweise könnte es auch in Apotheken vertrieben werden.

Macht es das Dealern aber nicht auch einfacher, an die Droge zu kommen?

Schimpf: Jeder könnte Cannabis völlig legal erwerben – das entzieht den Dealern die Geschäftsgrundlage.

Und Kindern und Jugendlichen?

Schimpf: Wer Cannabis kauft, muss 18 Jahre alt sein, klar. Verhindern, dass auch Minderjährige damit in Berührung kommen, kann man nie. Das gilt auch für Alkohol oder Zigaretten. In jeder Gruppe gibt es einen 18-Jährigen, der den Wodka kauft, und drei 15-Jährige, die mittrinken. Und machen wir uns nichts vor: Wer Cannabis kaufen will, bekommt es heutzutage leicht an jeder Ecke.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung warnt davor, Cannabis zu verharmlosen.

Schimpf: Keine Drogen dürfen verharmlost werden. Sie alle – auch Alkohol und Tabak – sind Substanzen, die den Körper schädigen.

Stellt die Legalisierung aber nicht eine Verharmlosung dar?

Schimpf: Nein, das sehe ich nicht so. Vielmehr werden durch das Cannabis-Verbot derzeit alle Konsumenten kriminalisiert. Verharmlost wurden in der Vergangenheit viel eher Zigaretten, die in der Werbung vom Marlboro-Cowboy angepriesen wurden. Mittlerweile sind wenigstens entsprechende Warnhinweise auf Zigarettenschachteln abgebildet. Bei alkoholischen Getränken fehlt ein Warnhinweis bis heute.

Schon jetzt steigt der Cannabis-Konsum in Deutschland. Werden die Zahlen nicht explodieren, wenn die Droge erlaubt wird?

Schimpf: Nein, in anderen europäischen Ländern wie Portugal, der Schweiz, Tschechien oder eben den Niederlanden sind die Konsumentenzahlen nach der Legalisierung nicht gestiegen. Für Deutschland haben wir derzeit keine verlässlichen Zahlen, weil der Handel eben ausschließlich über den Schwarzmarkt läuft. Die Strafverfolgung von Drogenvergehen kostet den Staat jedes Jahr vier bis sechs Milliarden Euro, allein im Jahr 2016 gab es etwa 145 000 Strafverfahren wegen illegalen Cannabis-Konsums. Ich glaube, es wäre sinnvoller, dieses Geld in wirksame und glaubwürdige Prävention und Aufklärung zu stecken und somit die Justizbehörden durch die Legalisierung zu entlasten.

Laut Mortler nimmt der Druck in der Gesellschaft zu, Cannabis zu legalisieren. Spüren Sie das auch?

Schimpf: Das kocht immer mal wieder hoch, die Gesellschaft wandelt sich eben. Was in den Nachbarländern in dieser Hinsicht passiert, bekommen die Menschen in Deutschland ja mit – und damit wird die Cannabis-Legalisierung zum Thema für jede Bundesregierung. Nicht nur für die Grünen.

Und mit welcher Partei könnten die Grünen ihre Forderung am ehesten umsetzen?

Schimpf: Ich erkenne in allen Parteien Ansätze, in dieser Frage zu handeln – gerade auch bei der FDP und inzwischen auch in Teilen der CDU.“

Grundschule „Wingertsberg“ – Landrat antwortet auf Schreiben und bestätigt SPD-Standortdiskussion nicht !!

Die Lorscher-SPD hatte, angeführt von ihrer Ortsvereinsvorsitzenden Sander, die zugleich auch MItglied im Kreisausschuss des Landkreises Bergstraße ist, zu Beginn der Sommerpause einerseits den Beginn für die Planung einer Erweiterung der Grundschule „Wingertsberg“ gefordert und andererseits auch eine zweite Grundschule für Lorsch. Ich hatte dies zum Anlaß genommen, den Landrat und Schuldezernenten anzuschreiben und um Auskunft  zu dem Thema gebeten  (siehe auch:  http://matthias-schimpf.de/2017/07/17/das-sommerloch-laesst-gruessen-lorscher-spd-wieder-mal-fuer-alles-und-nichts/  ).

Der Landrat hat nunmehr auf mein Schreiben geantwortet und bestätigt die Spekulationen über eine zweite Grundschule in Lorsch nicht (Schreiben des Landrates siehe hier:  GRÜNE Lorsch Antwortschreiben von Landrat wegen Wingertsbergschule.doc ).

Wörtlich führt der Landrat aus: „Derzeit evaluieren wir die Daten des im Jahr 2015 verabschiedeten Schulentwicklungsplans, welcher u.a. Neubaugebiete nicht berücksichtigt hat. Ob sich daraus auch für die Prognose der Schülerzahlen in Lorsch für das Raumprogramm relevante Änderungen ergeben, lässt sich noch nicht aussagen„. Weiter führt er aus: „Bei einer vollständigen 6-Zügigkeit fehlen der Schule jeweils zwei Klassenräume sowie Mehrzweckräume. Hinzu kommt ein Erweiterungsbedarf (…) entsprechend dem Raumbedarf für eine 6-zügige Grundschule lt. optimalem Raumprogramm. Der dafür erforderliche Platzbedarf kann am Standort der Schule noch baulich umgesetzt werden„.

Dies stellt klar, dass es derzeit nicht nach einer weiteren, zweiten Grundschule in Lorsch aussieht, da der Landrat hierzu noch ausführt: „Vor dem Vorliegen der aktualisierten Prognosen zu den Schülerzahlen kann ich mich zu einer Diskussion über weitere Standorte nicht äußern.„.

Schallende Ohrfeige für Sander und die Lorscher SPD

Deutlicher kann man es eigentlich seinem Koalitionspartner und insbesondere der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Sander nicht ins Stammbuch schreiben, dass nämlich man erst einmal seriös Zahlen erhebt, bevor man mit ungelegten Eiern schon versucht auf dem (politischen) Markt hausieren zu gehen.

Deshalb zunächst ein Dank an den Schuldezernenten für diese Klarstellung. Es zeigt sich aber erneut, dass die Führung der Lorscher-SPD „viel Wind macht“, aber letztlich wieder einmal an ihrer unsauberen und schludrigen Arbeitsweise scheitert.

Weitere Fragen an den Schuldezernenten

Ich habe das Antwortschreiben des Landrates zum Anlaß genommen weitere Fragen zu dem Themenkomplex „Wingertsbergschule“ zu stellen.

Insbesondere von Interesse ist:

  • ob und zu welchem Zeitpunkt die Schule in das Programm „Pakt für den Nachmittag“ wechseln könnte
  • ob notwendige Umbauten für den „Pakt für den Nachmittag“ zeitnah umgesetzt werden könnten
  • bis zu welchem Zeitpunkt der Landrat mit dem Vorliegen aktueller Prognosezahlen rechnet.

Mein komplettes Antwortschreiben findet man hier: GRÜNE Lorsch Antwortschreiben an Landrat Wingertsbergschule.doc .

Kompetente Starthilfe für Existenzgründer – GRÜNE-Lorsch zu Gast bei der Entwicklungsgesellschaft Lorsch mbH !!

Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour war die Fraktion „Bündnis `90/DIE GRÜNEN“Lorsch zu Gast bei der „Entwicklungsgesellschaft Lorsch mbH (EGL)“. Neben der GRÜNEN-Fraktion aus Lorsch interessierte sich auch der Bensheimer Stadtverordnete und Bundestagskandidat Moritz Müller für das Aufgabenspektrum der EGL.

In der Öffentlichkeit wird die EGL oftmals „nur“ als Gesellschaft für Grundstücksentwicklung wahrgenommen, dabei findet sich unter dem Dach der EGL auch das „Regionale Grüderzentrum Lorsch“ und das Projekt „Bürogemeinschaft coworkinglorsch“.

Beide Sparten der EGL standen diesmal im Fokus des Meinungsaustausches der GRÜNEN-Fraktion mit Geschäftsführer Matthias Herbener und Projektleiter Jens Hohmann.

Jens Hohmann stellte, nachdem Geschäftsführer Matthias Herbener kurz die Geschichte der EGL dargestellte hatte, das „Regionale Gründerzentrum Lorsch“ vor.

„Begonnen haben wir im Dezember 2012“ so Hohmann „und waren damals gespannt, wie sich ein solches Angebot in der Region etabliert“. Das Angebot umfasst neben der Erstberatung für Existenzgründer auch im Rahmen von Folgeberatungen eine Unterstützung bei Businessplänen, Lotsenfunktion zu Behörden und Unterstützung und Hilfe bei der Suche nach geeigneten Flächen. „Seit dem Start des Gründerzentrums wurden bis heute insgesamt 434 Beratungen durchgeführt“ führt Jens Hohmann aus und Matthias Herbener ergänzte, dass durch die betreuten Existenzgründer zwischenzeitlich 366 Arbeitsplätze in 177 Unternehmen in Lorsch und Umgebung geschaffen worden seien.

„Eine beeindruckende Bilanz“ stellte Fraktionsvorsitzender Matthias Schimpf fest, der es begrüßte, dass das Gründerzentrum eben nicht nur auf das Gemarkungsgebiet der Stadt Lorsch beschränkt sei, sondern auch darüberhinaus, was ein gutes Beispiel für „sinnvoll gelebte interkommunale Arbeit“ darstelle, wie GLB-Stadtverordneter Moritz Müller unterstrich.

Neben der kostenlosen Beratung bietet das Gründerzentrum auch themenbezogene Vorträge und Seminare an, wie die Verantwortlichen  weiter informierten. “ Seit Beginn haben wir zum Teil mit externen Partnern 31 Vorträge und Seminare mit insgesamt 281 interessierten Teilnehmern abgehalten“ so Hohmann, der als Besonderheit darauf aufmerksam machte, dass häufig auch ehemalige Klienten als Referenten auftreten, um ihr Wissen über eine Existenzgründung weiterzugeben.

Als besonderes Qualitätsmerkmal bezeichnete die Stadtverordnete Eva Grabowski, dass das Gründerzentrum von der „Bundesagentur für Arbeit“ als fachkundige Stelle für Stellungnahmen zur Beantragung von Gründerzuschüssen anerkannt ist, „dies zeigt die hohe fachliche Qualität die hier angeboten wird“ so Grabowski.

Matthias Schimpf stellte in diesem Zusammenhang heraus, dass eine durch das Gründerzentrum betreute Gründung in 2015 den hessischen Gründerpreis erhalten hat und überdies auch das „Fachpflegezentrum Bergstraße“, ein einmaliges Pflegezentrum für Wachkomapatienten mit und durch Unterstützung des Gründerzentrums in Lorsch an den Start gehen wird.

„Aber gerade die Erfahrungen aus unseren Existenzgründergesprächen haben uns veranlasst, dass wir ein Jahr nach dem Start des Gründerzentrums das Projekt „Bürogemeinschaft coworkinglorsch“ entwickelt haben, da gerade zu Beginn einer Unternehmerschaft es oftmals an Infrastruktur wie etwa Büroräumen usw. fehlt“ leitete Matthias Herbener zu dem weiteren Angebotsfeld über.

Existenzgründer können je nach Bedarf und ohne lange Vertragslaufzeiten in von der EGL vorgehaltenen Flächen von einem „Schreibtischarbeitsplatz“ bis hin zu einem kompletten Büro passend für ihre Bedürfnisse entsprechend anmieten. Neben einer perfekt ausgestatten Infrastruktur in Form von Highspeed-Internet, W-Lan, Kopierer und Konferenzraum nebst Gemeinschaftsteeküche und Sozalraum, bietet das Angebot auch den Vorteil, dass sich Existenzgründer im Rahmen dieser Bürogemeinschaft austauschen und gegenseitig unterstützen, stellte Jens Hohmann den weiteren Nutzen des Projektes dar. Mittlerweile belegen an den zwei Standorten in Lorsch 13 Firmen mit 25 Arbeitsplätzen die angebotenen Flächen unterlegte Matthias Herbener den Erfolg mit Zahlen.

„Eine gute Sache, gerade auch für uns GRÜNE“ lobte Stadtverordnete Anne Metz-Denefleh das Projekt, „da wir nicht mehr im Großen wachsen können und hier vorhandene Flächen sinnvoll und effizient genutzt werden.“

„Wachstum hat seine Grenzen und Flächen sind ein rares Gut“ ergänzte Matthias Schimpf, der daran erinnerte, dass die momentan auf Landesebene die 3.Änderung des „Landesentwicklungsplanes Hessen (LEP)“ diskutiert werde, in der als ein wesentliches Ziel die Reduktion des Flächenverbrauchs enthalten ist.

Matthias Herbener stellte dar, dass es auch für die Entwiclungschancen Lorschs in der Zukunft darum gehen müsse, dass eine planvolle Entwicklung insbesondere von Flächen für Wohnbebauung, aber auch für Unternehmensansiedlungen vorgenommen werden müsse. Möglichkeiten bestünden im „Flächenrecycling“ und auch im Aufstellen von Bebauungsplanen im Innenbereich.

Dieses Thema wird uns in den nächsten Jahren auf jeden Fall beschäftigen müssen, waren sie die Vertreter der GRÜNEN Fraktion und die EGL-Verantwortlichen einig.

„Wichtig für uns ist, dass ein solches Entwicklungskonzept transparent und unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürgern Lorschs in einem geregelten Verfahren gestaltet wird“ machte Matthias Schimpf zum Abschluss des Meinungsaustausches deutlich, nicht jedoch ohne es zu versäumen den EGL-Verantwortlichen gerade für die erfolgreiche Etablierung und Umsetzung der vorgestellten Projekte zu danken.

 

GRÜNE-Sommertour zu Gast bei „Granitwerke-Röhrig“- Steinerne Vielfalt aus der Region!!

Die „GRÜNE-Sommertour“ des Kreisverbandes „Bündnis `90/DIE GRÜNEN“-Bergstraße hat dieses Jahr die lokale Wirtschaft und den MIttelstand als Schwerpunkt. Nach Firmenbesuchen u.a. bei den Firmen HTV-GmbH (Bensheim), ESM (Heppenheim), der Unternehmensgruppe Herbert (Bensheim), sowie der ZKÜ (Wald-Michelbach) und Ortslandwirt Reiner Jöst (Lorsch), machten Kreisvorstandssprecher Matthias Schimpf, Bundestagsdirektkandidat Moritz Müller und Kollegen der „GRÜNEN-Liste-Heppenheim“ Station bei der Firma „Granitwerke Röhrig“ in Heppenheim-Sonderbach.

Empfangen wurde die „GRÜNE-Delegation“ von Geschäftsführer Marco Röhrig, sowie Doris Heller, die für den Natur -und Umweltschutz in dem Unternehmen zuständig ist und dem kaufmänischen Leiter Horst Gottmann, die zu Beginn des Meinungsaustausches bei einer Führung über das Gelände der Firma über den Abbau, verschiedene Granitqualitäten und Betriebsabläufe informierten.

Geschäftsführer Marco Röhrig machte bei dem anschließenden Gespräch deutlich, dass für ihn die Wertschöpfung nicht in der Menge, sondern in der Qualität liege, also man in speziellen Nischen wachsen wolle und damit auf dem Markt sehr erfolgreich sei. Nebem dem Abbau von Material für den Straßenbau als Geschäftsfeld entwickelt die Firma vielfältige Granitprodukte, die am Standort in Lamperheim veredelt werden und in einer Vielzahl von Produkten in aller Welt enthalten sind, wie etwa auf Tapeten oder in Fußbodenbelägen. „In der Qualität und Vielfalt sind wir einzigartig auf dem Markt“ umriss der Geschäftsführer die Bedeutung dieses Geschäftsfeldes und den damit verbundenen Erfolg.

Für Matthias Schimpf und Moritz Müller zeigte sich, dass auch hier ein „inhabergeführter Mittelständler“ mit Engagement und Kreativität erfolgreich sich am Markt behauptet und überdies sowohl als Arbeitgeber  als auch als Ausbildungsbetrieb am Standort Impulse setzt.

Von besonderem Interesse für Müller und Schimpf waren die umfangreichen Natur-und Umweltschutzaktivitäten der Firma, für die Doris Heller verantwortlich zeichnet.

„Unsere Rohstoffe werden in der Natur gewonnen, daher muß die Natur  gepflegt und geachtet werden“ führte Marco Röhrig aus und Doris Heller ergänzte dies mit dem Hinweis auf die Kooperationsvereinbarung mit dem NABU-Heppenheim e.V. und der im Jahr 2005 unterzeichneten Vogelschutzvereinbarung mit dem Land Hessen.

Das Firmengelände beheimatet derzeit ein Uhu- und ein Wanderfalkenpaar. Der  NABU -Bergstraße nutzt dies, um  Uhu-Wanderungen  anzubieten, damit man die beeindruckenden Balzrufe der größten Eule einmal live zu erleben kann.

Auch die Gelbbauchunke findet sich auf dem Gelände des Steinbruchs wie Doris Heller berichtet; für deren Lebensraum werden stetig Flächen reserviert und freigeschnitten, so dass sich die Population gut entwickelt.

Gerade abgeschlossen wurde das Projekt „Schwalben für Sonderbach“ in Kooperation mit dem NABU, an dessen Ende das Augstellen eines Schwalbenturms in Sonderbach stand, nach dem zuvor in Infoveranstaltungen über die „Mehschwalbe“ informiert wurde und gemeinsam mit der FFW Nisthilfen an vielen Häusern in Sonderbach angebracht wurde.

„Hier zeigt sich, dass Kopperation statt Konfontation der richtige Weg ist, um etwas für die Sache zu erreichen“ so Schimpf, der auch die Nachhaltigkeit der jeweiligen Projekte herausstellte.